Agentathon-Marathon: 40+ Teilnehmende bauen eigene KI-Agenten in Husum und Itzehoe

von ZGKI-Redaktion | Oktober 2026

Agentathon • Husum & Itzehoe • Oktober 2026

Zwei Standorte, 40+ Teilnehmende, eigene KI-Agenten: Agentathons in Husum und Itzehoe

An zwei Terminen haben in Husum und Itzehoe jeweils 20 bis 25 Teilnehmende einen eigenen KI-Agenten für eine Aufgabe aus ihrem Arbeitsalltag gebaut, aus Büro und Dienstleistung ebenso wie aus dem Handwerk und ohne dass Programmierkenntnisse notwendig waren.

Teilnehmende in der Arbeitsphase beim Agentathon im NordseeCongressCentrum in Husum
Arbeitsphase beim Agentathon im NordseeCongressCentrum in Husum.

Am 25. September 2026 waren wir mit einem Agentathon im NordseeCongressCentrum in Husum zu Gast, eine Woche später, am 2. Oktober 2026, im IZET Innovationszentrum in Itzehoe. In Husum hat die IHK Flensburg den Agentathon für Gründerinnen und Gründer ausgerichtet, in Itzehoe fand er als Angebot des Digital Learning Campus im IZET statt. Das Prinzip war an beiden Orten gleich: Jede und jeder bringt eine Aufgabe aus dem eigenen Arbeitsalltag mit und baut daran einen ersten eigenen KI-Agenten.

Begleitet haben die Termine Dr. Miriam Maibaum, Martin Schanze, Darren Yeo und David Kokocinski-Henke vom Zukunftslabor Generative KI. Bei beiden Terminen waren jeweils 20 bis 25 Personen dabei, aus den unterschiedlichsten Branchen: aus dem Büro- und Dienstleistungssektor ebenso wie aus dem Handwerk. Entsprechend unterschiedlich waren die mitgebrachten Ideen.

Teilnehmende arbeiten an ihren KI-Agenten im IZET Innovationszentrum in Itzehoe
Teilnehmende bei der Arbeit an ihren KI-Agenten im IZET in Itzehoe.

So liefen die beiden Termine

Beide Termine begannen mit etwas über 60 Minuten Input. Wir haben das Zukunftslabor Generative KI vorgestellt, die wirtschaftliche Entwicklung von KI und ihre Risiken eingeordnet und gezeigt, was KI-Agenten ausmacht: Sie arbeiten in Schritten, planen, prüfen, nutzen Tools und bereiten Ergebnisse vor. Anschließend haben wir verschiedene Anbieter mit Live-Beispielen vorgestellt.

Danach ging es an die eigenen Aufgaben. Zuerst hielten die Teilnehmenden ihren Anwendungsfall in einem Use-Case-Canvas fest, dann bauten und testeten sie ihren Agenten, und wir haben bei Fragen und Problemen unterstützt. Die Arbeitsphase dauerte in Husum rund zweieinhalb Stunden, in Itzehoe etwa zwei Stunden und 15 Minuten. Gearbeitet wurde überwiegend mit den vorgestellten Tools, teilweise auch mit Werkzeugen, die die Unternehmen bereits selbst einsetzen.

Zum Abschluss stellten alle, die wollten, kurz vor, was in der Arbeitsphase entstanden ist.

Teilnehmende stellen zum Abschluss ihre Ergebnisse vor
Zum Abschluss stellten Teilnehmende ihre Ergebnisse vor.

Woran gearbeitet wurde

Die Aufgaben kamen direkt aus dem Alltag der Teilnehmenden und reichten von der Kundengewinnung bis zur Essensplanung. Einige Beispiele aus beiden Terminen:

Anwendungsfälle aus Husum und Itzehoe

  • Sichtbarkeit: Präsentationen und Webpräsenzen entwerfen, um Kunden zu gewinnen und sich sichtbar zu machen.
  • Informationen bündeln: wiederkehrende Automationen, die Informationen und Inhalte zusammenführen. In einem Fall, um Arbeitslast und Zeit zu sparen, in einem anderen, um laufend aktuelles Wissen aufzubauen.
  • Wochenplanung: ein Agent, der auf Basis vorhandener Inhalte neue Gerichte vorschlägt und Essen sowie Einkäufe für die Woche plant.
  • Zielgruppen: Inhalte für verschiedene Personengruppen differenzieren und anpassen.
  • Weiterentwicklung: an bestehenden Produkten weiterarbeiten, zum Beispiel an einem System zur Content-Erstellung.
Teilnehmende arbeiten an ihren eigenen Anwendungsfällen
Arbeiten an den eigenen Anwendungsfällen.

Was die beiden Termine gezeigt haben

An beiden Standorten zeigten sich ähnliche Muster, die auch das Feedback mehrerer Teilnehmender widerspiegelt.

Vorerfahrung verschiebt die Ziele. Wer sich bereits mit generativer KI beschäftigt hatte, setzte sich höhere Ziele und kannte die Möglichkeiten und Grenzen der Tools schon.

Jedes Tool hat eigene Grenzen. Je nach eingesetzter KI traten Hürden auf, die es bei anderen Tools nicht gab. In Husum entstanden gerade dadurch bei einigen Teilnehmenden Workflows, die mehrere KI-Tools miteinander kombinieren.

Am Ende steht eine klarere Richtung. Die Teilnehmenden gingen mit einem klareren Bild von generativer KI und von KI allgemein aus den Terminen. Sie wussten, in welche Richtung sie weiterarbeiten und wie sie ihr Ziel erreichen können.

Unterstützung im richtigen Moment hilft. Unsere Hilfe bei Problemen wurde gut angenommen, und an der einen oder anderen Stelle gab es einen echten Aha-Moment.


Wie es weitergeht

Wie der Agentathon im KITZ in Kiel gehören die Termine in Husum und Itzehoe zu einer Reihe von Agentathons, die wir in Schleswig-Holstein durchführen. Der nächste steht bereits fest: am 15. Januar 2027, wieder als Angebot des Digital Learning Campus, diesmal am Standort LOG-IN in Neumünster.

Vielen Dank an Daniela Dorn und Michael Lohmann von der IHK Flensburg sowie an Ulrike Laackmann vom IZET für die Zusammenarbeit, und an alle Teilnehmenden, die ihre Aufgaben mitgebracht und offen mitgearbeitet haben.

Sie möchten mit Ihrem Team einen Agentathon ausprobieren oder herausfinden, wo bei Ihnen der größte Hebel liegt? Buchen Sie einen Termin in unserer KI-Sprechstunde oder lassen Sie sich für weitere Veranstaltungen vormerken.

Fotos: ZGKI-Redaktion