Zwischen Schummeln und Chancen: Doris Weßels an der Universität Hildesheim
Über Lehren und Prüfen trotz/mit KI: Unsere wissenschaftliche Leiterin Prof. Dr. Doris Weßels war am 15. Januar 2026 in Hildesheim zu Gast. Ein Bericht der Universität fasst anschließend zusammen, wie generative KI das Lernen auch für Lehrende verändert.
Am 15. Januar 2026 war Prof. Dr. Doris Weßels, wissenschaftliche Leiterin des Zukunftslabors Generative KI, zu Gast an der Universität Hildesheim. Unter dem Titel „Zwischen Schummeln und Chancen: Lehren und Prüfen trotz/mit KI" hat sie dort gemeinsam mit Lehrenden die Frage durchgearbeitet, wie generative KI das Hochschullehren und -prüfen verändert.
Der Blick des Vortrags: weg vom "Ob", hin zum "Wie"
Ausgangspunkt von Doris Weßels: KI ist längst Alltag in den Hörsälen. Die wirklich spannende Frage hat sich dadurch verschoben. Weg vom „Ob überhaupt", hin zum „Wie konkret": Wie gestalten Lehrende ihren Lernraum so, dass KI-Einsatz transparent, didaktisch sinnvoll und prüfungskonform möglich wird?
Ihr Plädoyer richtet sich klar an die Lehrenden selbst. Wer unterrichtet und prüft, braucht eigene, aktualisierte KI-Kompetenzen. Nur so lässt sich Studierenden ein verantwortungsvoller Umgang mit KI glaubwürdig vermitteln.
Kernbotschaften aus dem Vortrag
- KI-Realität anerkennen: Studierende nutzen generative KI bereits, oft bevor die Hochschule es reguliert.
- Lernräume neu denken: Prüfungs- und Lehrformate müssen mit KI umgehen können, nicht gegen sie arbeiten.
- Lehrende mitnehmen: Kompetenzaufbau auf der Lehrseite ist Voraussetzung für faire, transparente KI-Didaktik.
Der Bericht der Universität Hildesheim
Im Anschluss an den Vortrag hat die Universität Hildesheim einen Bericht veröffentlicht, der den Kerngedanken aufgreift: Künstliche Intelligenz ist eine Revolution des Lernens, die Lehrende genauso stark betrifft wie Studierende. Wer Lehre gestaltet, wird selbst zur Lernenden, wenn es um den souveränen Umgang mit KI-Werkzeugen geht.
Warum das auch für KMU und Verwaltung relevant ist
Auch wenn der Vortrag im Hochschulkontext stattgefunden hat, sind die Fragen, die dort auf dem Tisch lagen, eins zu eins in Unternehmen und Verwaltungen übertragbar. Wie schaffen wir Transparenz über KI-Einsatz? Wie gestalten wir Prozesse so, dass KI die Qualität hebt statt sie zu verwässern? Und wie befähigen wir Führungskräfte und Mitarbeitende, KI souverän zu nutzen? Genau diese Brücke zwischen Hochschulforschung und Praxis ist ein Kerngedanke unserer Arbeit im Zukunftslabor Generative KI.
Den vollständigen Bericht der Universität Hildesheim findet ihr hier: Künstliche Intelligenz als Revolution des Lernens, auch für Lehrende.
